Rentensteuer, die neue Strafe für Rentner

Steuern auf ein Einkommen als Rentner war in der Vergangenheit für viele ein Fremdwort. Damit ist es nun vorbei. 1,3 Mio. Rentner erhalten nun jedes Jahr die Aufforderung des Finanzamtes, eine Steuererklärung abzugeben. Vorwiegend Rentner die Zusatzeinnahmen durch Miete, Zinsen oder z.B.einer privaten Rente beziehen. Insgesamt wird es 3,3 Mio. Senioren treffen, welche in Zukunft mit weniger Geld auskommen müssen.

Nachdem viele Rentner ihr Einkommen nunmehr offenlegen müssen, könnte auch noch eine Steuer-Nachzahlung für die Vergangenheit erhoben werden.

Viele sind deshalb verunsichert, da sich kaum einer mit dem neuen Regelwerk „ Rentenbesteuerung" auskennt.

Steuerhinterziehung?


Diese Gefahr ist gegeben. Nicht nur deshalb, weil der Gesetzgeber stärker Kontrollen durchführt, sonder auch, weil Rentenkassen und Versicherungen die Zahlungen offenlegen müssen.

Mit der Versteuerung möchte man in Zukunft diejenigen Arbeitnehmer entlasten, damit diese besser für ihr Alter vorsorgen können.

Schrittweise wird sich der Anteil, der zu versteuern ist (derzeit 50%), jedes Jahr erhöhen.

Damit der Staat einen Überblick behält, gibt es eine so genannte Sammelstelle ZfA genannt. (Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen). Von dort aus werden die Daten an die Finanzverwaltung übermittelt. Dies bedeutet nach heutigen Schätzungen, dass wahrscheinlich über 300.000 Rentner eine Nachzahlung zu leisten haben.

Ob jedoch ein Strafverfahren eingeleitet wird, hängt von verschiedenen Kriterien ab.

 

Beispiel:

64-jähriger Rentner - Jahreseinnahmen 31.000 Euro

Altersrente                                           24.000 € 

Private Rente                                         4.000 € 

Zinsen                                                     3.000 €

Gesamt                                                 31.000 €   

z.  B. Abzug - Sonderausgaben               2000 €  

Zu zahlende Steuer                                    880 €

Vor 2005 wurden keine Steuern erhoben